Injektionen

Biostimulatoren für Hautqualität und Kontur

Biostimulatoren sind eine Gruppe unterschiedlicher, nicht austauschbarer Injektionspräparate, darunter Produkte auf Basis von Calciumhydroxylapatit (CaHA). Sie sollen eine Gewebereaktion anstoßen und können - abhängig von Produkt und Technik - Hautqualität oder Kontur beeinflussen. Präparat, Behandlungsregion und Injektionsebene werden deshalb erst nach ärztlicher Untersuchung festgelegt.

Ärztliche Vorbereitung einer ästhetischen Injektionsbehandlung

Eignung und Präparatewahl

Ob ein Biostimulator geeignet ist, hängt von Anatomie, Hautzustand, gewünschter Veränderung und zugelassener Anwendung des Produkts ab; nicht jedes Präparat eignet sich für jedes Areal. Abgefragt werden frühere Filler, Allergien, Blutungsneigung, Medikamente, Autoimmun- oder andere relevante Erkrankungen, aktive Entzündungen und Infektionen sowie Schwangerschaft und Stillzeit.

Ablauf der Injektionsbehandlung

Nach Desinfektion und gegebenenfalls örtlicher Betäubung wird das ausgewählte Präparat mit Nadel oder Kanüle in eine anatomisch festgelegte Schicht eingebracht. Menge und Verteilung werden individuell geplant. Je nach Produkt kann zunächst ein konturierender Effekt sichtbar sein; die beabsichtigte Gewebereaktion entwickelt sich über Wochen. Ein Sitzungsplan wird erst nach Befund und Präparatewahl festgelegt.

Nachsorge und Warnzeichen

Schwellung, Rötung, Druckempfindlichkeit und Blutergüsse sind häufig vorübergehend. Ob und wie massiert werden soll, ist produktspezifisch; daher nur die persönlichen Anweisungen befolgen. Ungewöhnlich starke oder zunehmende Schmerzen, blasse oder netzartig verfärbte Haut, Sehstörungen oder neurologische Symptome müssen sofort medizinisch abgeklärt werden.

Ergebnisse und mögliche Risiken

Ausmaß und Dauer der Veränderung sind individuell; ein bestimmter Straffungs- oder Kollageneffekt kann nicht garantiert werden. Neben üblichen Injektionsreaktionen können Asymmetrien, Infektion, Knötchen oder Granulome auftreten. Eine versehentliche Gefäßinjektion ist selten, kann aber Gewebeschäden, Sehstörungen oder einen Schlaganfall verursachen. CaHA lässt sich nicht wie Hyaluronsäure einfach mit Hyaluronidase auflösen.

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