Injektionen

Hyaluron-Filler für Lippen, Konturen und Volumen

Hyaluronsäure-Filler können ausgewählten Gewebeschichten vorübergehend Volumen geben, Konturen ausgleichen oder Lippen, Wangen und Kinn formen. Produkt, Technik und Menge werden an Anatomie, Gewebe und Behandlungsziel angepasst. Das Ergebnis ist zeitlich begrenzt, verändert den natürlichen Alterungsprozess nicht und fällt individuell unterschiedlich aus.

Eignung und ärztliche Planung

Vor der Behandlung werden Gesichtsproportionen, Gewebequalität und das gewünschte Ergebnis beurteilt. Zur Anamnese gehören Allergien, Entzündungen oder Infektionen, Blutungsneigung und Medikamente, kürzliche Zahnbehandlungen sowie frühere Filler oder Implantate. Bei aktiver Entzündung oder Infektion wird die Behandlung verschoben; während Schwangerschaft und Stillzeit wird sie in der Regel nicht durchgeführt. Zulassung und Eignung unterscheiden sich nach Produkt und Region, sodass nicht jeder Filler für jede Gesichtspartie geeignet ist.

Ablauf der Fillerbehandlung

Nach Reinigung und Desinfektion wird der ausgewählte Hyaluron-Filler mit Nadel oder Kanüle in die geplante Gewebeschicht eingebracht. Je nach Präparat und Region kann ein lokales Betäubungsmittel eingesetzt werden. Der Arzt arbeitet mit kontrollierten Mengen und überprüft Kontur und Symmetrie während der Behandlung; das benötigte Volumen ergibt sich aus Befund und gemeinsam festgelegtem Ziel.

Nachsorge und akute Warnzeichen

Schwellung, Rötung, Druckempfindlichkeit oder Blutergüsse sind nach einer Fillerbehandlung möglich; das frühe Erscheinungsbild ist deshalb noch nicht das endgültige Ergebnis. Die behandelte Region sollte nur nach ärztlicher Anweisung massiert werden, und die individuellen Nachsorgehinweise sind einzuhalten. Ungewöhnliche oder zunehmende Schmerzen, weißliche, graue oder bläuliche Hautverfärbungen, eine kühle Hautstelle, Sehänderungen oder neurologische Symptome sind Warnzeichen und erfordern sofortige ärztliche beziehungsweise notfallmedizinische Abklärung.

Ergebnisse und mögliche Risiken

Ein Teil der Volumenveränderung ist unmittelbar sichtbar; beurteilt wird das Ergebnis erst nach Rückgang der anfänglichen Schwellung. Dauer und Ausprägung hängen von Produkt, Region, Gewebe und individuellem Stoffwechsel ab. Neben Asymmetrie, Über- oder Unterkorrektur, Infektion, Knötchen, Migration und verzögerten Entzündungsreaktionen besteht selten das Risiko eines Gefäßverschlusses mit Gewebeschaden; Sehstörungen bis zur Erblindung oder ein Schlaganfall sind mögliche schwerwiegende Folgen. Hyaluronidase kann Hyaluron-Filler in bestimmten Situationen reduzieren, stellt aber nicht jede Veränderung sicher vollständig wieder her und hat eigene Risiken.

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