PRP-Eigenbluttherapie für Haare und Haut
Bei der PRP-Eigenbluttherapie wird eine kleine Menge Blut entnommen, aufbereitet und das plättchenreiche Plasma in die Kopfhaut oder ausgewählte Hautareale injiziert. Welche Anwendung sinnvoll ist, hängt vom Befund ab: Bei androgenetischem Haarausfall zeigen Studien mögliche Verbesserungen der Haardichte, während die Evidenz zur ästhetischen Hautbehandlung begrenzt und uneinheitlich ist.

Eignung und ärztliche Abklärung
Vor einer PRP-Behandlung wird geklärt, welche Form des Haarausfalls vorliegt; nicht jeder Haarausfall spricht auf PRP an. Bei einer Hautbehandlung werden Ziel, Hautzustand und Alternativen besprochen. Je nach Anamnese werden Blutbild, Gerinnungs- oder Thrombozytenstörungen, blutverdünnende Medikamente, Infektionen, chronische Erkrankungen, Schwangerschaft und frühere Behandlungen berücksichtigt.
Ablauf der PRP-Behandlung
Nach der Blutentnahme wird das Blut zentrifugiert, um einen plättchenreichen Plasmaanteil zu gewinnen. Dieser wird unter sterilen Bedingungen in kleinen Mengen in das geplante Areal injiziert. Aufbereitung, Injektionstechnik und Zahl der Sitzungen werden indikationsbezogen festgelegt; PRP-Protokolle sind nicht einheitlich standardisiert.
Nachsorge
Vorübergehende Druckempfindlichkeit, Rötung, Schwellung oder kleine Blutergüsse sind möglich. Das behandelte Areal sollte nicht unnötig berührt werden; die persönlichen Pflegehinweise sind zu beachten. Bei zunehmenden Schmerzen, Überwärmung, Eiter, Fieber oder anhaltender starker Schwellung sollte die Praxis zeitnah kontaktiert werden.
Ergebnisse, Evidenz und Risiken
Bei androgenetischem Haarausfall kann PRP die Haardichte bei einem Teil der Behandelten verbessern; die Reaktion ist individuell und Erhaltungssitzungen können erforderlich sein. Nachwachsen oder ein dauerhaftes Ergebnis lassen sich nicht garantieren. Für die ästhetische Hautbehandlung ist die Evidenz derzeit niedrig. Mögliche Risiken sind Injektionsschmerz, Blutung, Infektion sowie selten Gewebe- oder Nervenverletzungen; körpereigenes Material macht das Verfahren nicht risikofrei.

