Laserbehandlung zur Aufhellung von Tattoos und Permanent Make-up
Bei der Laserbehandlung absorbieren geeignete Farbpigmente kurze Lichtimpulse und werden in kleinere Partikel zerlegt, die der Körper anschließend schrittweise abbaut. Wie gut ein Tattoo oder Permanent Make-up aufhellt, hängt unter anderem von Farbe, Tiefe, Dichte, Überlagerungen, Hauttyp und individueller Reaktion ab. Meist sind mehrere Sitzungen erforderlich; eine vollständige Entfernung ist nicht immer möglich.

Eignung, Farben und Probebehandlung
Erfasst werden Art und Alter der Tätowierung, Farben, Größe, Lage, Vorbehandlungen, Hauttyp, Narben, Pigmentreaktionen, Medikamente und Sonnenexposition. Auffällige Muttermale oder unklare Hautveränderungen im Tattoo müssen zuerst dermatologisch beurteilt werden. Hautfarbene, weiße, orange oder rote Pigmente sowie Permanent Make-up können unerwartet nachdunkeln oder die Farbe wechseln; eine kleine Probebehandlung kann deshalb sinnvoll sein.
Ablauf und Sitzungsabstände
Die passende Wellenlänge wird nach Pigmentfarbe gewählt; nicht jede Farbe reagiert gleich gut auf denselben Laser. Nach Reinigung und Augenschutz werden die Parameter an Hauttyp, Areal und bisherige Reaktion angepasst. Zwischen den Sitzungen liegen ausreichende Heilungsintervalle, damit Haut und Immunsystem die behandelten Pigmentpartikel verarbeiten können.
Nachsorge und UV-Schutz
Eine vorübergehende Weißfärbung, Rötung, Schwellung, punktförmige Blutung, Blasen oder Krusten sind möglich. Das Areal wird nach Anweisung sauber gehalten; Blasen und Krusten dürfen nicht geöffnet oder abgelöst werden. Sonne und Solarium sollten gemieden und die abgeheilte Haut konsequent mit breitbandigem SPF 50+ geschützt werden. Zunehmende Schmerzen, starke Rötung oder Infektionszeichen sollten zeitnah ärztlich kontrolliert werden.
Ergebnisse und mögliche Risiken
Zahl und Erfolg der Sitzungen variieren stark; bei bestimmten Tattoos können viele Behandlungen nötig sein. Einzelne Farben können zurückbleiben, nachdunkeln oder nur teilweise aufhellen. Eine vollständige und narbenfreie Entfernung kann nicht zugesichert werden. Mögliche Risiken sind hellere oder dunklere Pigmentierung, Blasen, Verbrennung, Infektion, Strukturveränderung, Narben und ein sichtbarer Pigmentschatten.

