Ärztliche Laserbehandlung von Warzen
Gewöhnliche Hautwarzen werden durch humane Papillomviren verursacht, sind ansteckend und können auch von selbst verschwinden. Wenn sie schmerzen, stören, sich ausbreiten oder auf andere Maßnahmen nicht ansprechen, kann eine ärztlich gewählte Laserbehandlung infrage kommen. Sie behandelt sichtbares Warzengewebe, beseitigt aber nicht garantiert die zugrunde liegende Virusinfektion.

Diagnose und Eignung
Die Diagnose erfolgt meist durch Untersuchung und gegebenenfalls Dermatoskopie. Lage, Zahl, Größe und Beschwerden sowie Diabetes, Immunsuppression und bisherige Behandlungen werden berücksichtigt. Schnell wachsende, blutende, wunde, pigmentierte oder anderweitig unklare Veränderungen müssen vor der Laserbehandlung weiter abgeklärt werden. Warzen im Genitalbereich benötigen einen gesonderten medizinischen Behandlungsweg.
Ablauf der Laserbehandlung
Je nach Warzentyp und verwendetem System kann der Laser versorgende Gefäße gezielt behandeln oder Warzengewebe abtragen. Nach Reinigung und gegebenenfalls lokaler Betäubung werden die Einstellungen an Lage, Dicke und Hauttyp angepasst. Mehrere Sitzungen können notwendig sein, insbesondere bei hartnäckigen Fußsohlenwarzen. Alternativen wie Salicylsäure, Vereisung oder Abtragung werden in die Entscheidung einbezogen.
Wundpflege und Ansteckungsschutz
Das behandelte Areal kann wund sein, bluten, sich verfärben oder eine Blase beziehungsweise Kruste bilden. Es wird nach Anweisung gereinigt, geschützt und nicht aufgekratzt. Da Warzen durch Viren verursacht werden, sollten Hände nach Berührung gewaschen und Handtücher, Rasierer, Nagelwerkzeuge oder Schuhe nicht geteilt werden. Bis zur Abheilung gelten die individuellen Hinweise zu Verband, Sport, Schwimmen und Belastung.
Ergebnisse und mögliche Risiken
Warzen können trotz Behandlung erneut auftreten; die Entfernung sichtbaren Gewebes garantiert keine dauerhafte Beseitigung des Virus. Auch eine spontane Rückbildung ist möglich. Risiken sind Schmerzen, vorübergehende Purpura, Blutung, Blasen, Krusten, Infektion, hellere oder dunklere Pigmentierung und Narben. Bei Warzen am Nagelrand können zusätzlich Nagelwachstumsstörungen auftreten.

